MODE

Die Teilnehmer des Festivals treten in Kostümen der Barockzeit auf, die sich durch prunkvolle Materialien und Muster auszeichnen. Alle Mode-Details des Barock in Poreč haben ihren Ursprung in den Archivschriften. Die Inspiration für die historischen Kostüme, Hüte, Schuhe, Taschen und anderen Mode-Assecoires fand man in den Geschichtsdokumenten und Kunstwerken dieser Zeit.

Es ist bekannt, dass den Adelsfrauen von Poreč die Kleider von Schneidern angefertigt wurden, die direkt aus Venedig nach Poreč kamen. In den Läden von Poreč konnte man die verschiedensten Stoffe aus italienischen, flämischen und französischen Provinzen vorfinden. Eben diese Stoffe, nachdem sie zu wunderbaren Kleidern zugeschnitten und genäht wurden umgaben die Körper der adeligen Damen. Die Mode-Gegenstände von Porečs Adel aus dem 18. Jh. waren raffiniert und zeichneten sich durch weiche Linien aus. Für Damenkleider wurden feine und leichte Stoffe angewandt, die fast ausschließlich mit Spitze aus dem Buran verziert waren. Die Spitze konnte schlicht sein, aber auch bestehend aus Silberfäden. Für festlichere Gewänder verwendete man die unterschiedlichsten Seidenstoffe, oft verziert mit Blumenmustern, meistens Tulpen, Nelken und Rosen. Die Kleider der Damen aus höheren Kreisen wiesen des öfteren reichere Verzierungen wie silberne und goldene Pailetten auf. Bei jüngeren Frauen überwogen helle Farben, während ältere Damen meistens dunklere Nuancen wählten. Die weibliche Figur wurde duch einen Reifrock an den Hüften (Panier) hervorgehoben, über welchem man einen einfachen Unterrock anzog. Die Taille, im starken Kontrast zu den breiten Hüften, wurde mit reich verzierten Korsetts eingeschnürt , wobei das Dekolleté meistens viereckig war. An den Dreiviertel-Ärmeln waren mehrschichtige prunkvolle Spitzen üblich. Ende des 17. Jh. trugen die Frauen Kleider, welche sich mantò sottanino oder cotolo nannten. Später tauchte in Poreč auch das Frauenkleid mit dem Namen Andrié auf. Es wurden Schals aus reiner Seide oder Spitze getragen. Weitere modische Accessoires waren Muffe, Handschuhe, Fächer, Taschen und Schuhe. Für Männerbekleidung wurden leichte dunkle Stoffe verwendet, desmeisten Satin, aber auch Samt, oft mit Blumenmustern verziert.

Ein typisches Adels-Männerkostüm aus dem 18. Jh. bestand aus mehreren Kleidungsstücken. Eine taillierte Jacke, die Velada, reichte bis zu den Knien und weitete sich ab den Hüften in ausladende Volants. Die Ärmel waren breit mit einer großen Manschette versehen, wobei alles mit silbernen Applikationen mit Blumenmuster verziert war.. Unter der Jacke trug man eine Weste, die sogenannte Camisiola oder Sottoveste. Alle Stoffe wurden immer sorgfältig ausgewählt, damit die unteren und oberen Schichten farblich harmonierten. Knöpfe wurden dicht aneinander gereiht, während der Stoff für die Rückseite weniger aufwendig sein musste. Die Camisiola hatte in Taillenhöhe Schnüre auf der Rückseite, um ganz eng am Körper anliegen zu können. Hemden die tagsüber getragen wurden, hatten einen weiten Schnitt mit spitzenverzierten Ärmeln, wobei die kostbare Seidenkrawatte die Gesamterscheinung vollendete. Das Kostüm wurde abgerundet mit gerade geschnittenen Hosen, genannt Bragoni oder Calzoni, welche bis übers Knie reichten, wo sie mit Knöpfen befestigt wurden. Dazu trug man Seidenstrümpfe und Schuhe mit kleinem Absatz, vorne mit der erkennbaren viereckigen Schnalle, welche unselten aus Silber war. Was die Kopfbedeckung anbelangt, so war der Dreieckshut (Tricorno) am meisten vertreten. Eine sehr männliche Wirkung hinterließ in kälteren Monaten der Umhang – Tabarro, meistens von schwarzer Farbe.

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